Grundschule Röddenberg

Osterode am Harz

Förderkonzept

1. Vorwort

Eine zentrale Aufgabe der Grundschule ist es, jeden einzelnen Schüler gemäß seiner persönlichen Stärken und Schwächen individuell zu fordern und zu fördern. Der Erlass des MK vom 03.02.2004 „Die Arbeit in der Grundschule“ verdeutlicht, dass Unterricht so geplant und organisiert werden soll, dass er für die Schüler und Schülerinnen ein differenziertes Unterrichtsangebot bereit hält. Fordern und Fördern durch innere Differenzierung ist die zentrale Aufgabe.

Darüber hinaus stellt der Gesetzgeber - bei Vorlage eines entsprechenden Konzepts -zusätzliche Stunden zur Verfügung, die eine Förderung einzelner Schüler und Schülergruppen in kleineren Gruppierungen ermöglicht.

 

 

2. Rahmenbedingungen

Die GS Röddenberg ist eine durchgängig zweizügige Grundschule der Stadt Osterode. Das soziale Einzugsgebiet ist sehr heterogen. Auf der einen Seite wird die Schule von Schülern aus sehr bildungsnahen Familien besucht. Dem gegenüber steht eine große Anzahl von Schülern aus bildungsfernen Elternhäusern. Diese große Diskrepanz schlägt sich auch im Leistungsprofil der Schülerschaft nieder. So sind extreme Unterschiede zwischen lernschwachen und begabten bis hin zu hochbegabten Schülern festzustellen.

Der Anteil ausländischer Schüler bzw. von Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache ist erheblich. Seit vielen Jahren liegt der Anteil bei über

35 %, so dass der Förderung sowohl im sprachlichen wie auch im mathematischen Bereich große Bedeutung zukommt.

 

3. Diagnostik und Förderung im Primarbereich

 

3.1. Allg.Kriterien für den Förderunterricht

 

Das Stundenbudget zur Förderung in Kleingruppen ist in den letzten

Jahren nicht erhöht worden. Daher sind Überlegungen zur Effektivität

von Förderunterricht unabdingbar. Die äußeren Bedingungen wie Anzahl der Förderstunden sind von Schule nicht beeinflussbar, aber wie diese Stunden zum Wohle der Schüler inhaltlich und organisatorisch genutzt werden – das ist die Aufgabe von Schule und hier ist sie gefordert.

Förderstunden müssen sich konkret an den Bedürfnissen der Schüler orientieren. Dazu ist eine gezielte Diagnose notwendig.

Folgende Kriterien erscheinen uns wichtig:

  • Die Förderung erfolgt klassen- und stufenübergreifend nach bestimmten Schwerpunkten.
  • Die Gruppengröße sollte 8 Schüler nicht übersteigen.
  • Die Schüler werden erst nach erfolgter Diagnose / Einstufung den Fördergruppen zugeteilt
  • Diagnoseverfahren werden eingesetzt im Schreiben/Rechtschreiben, Lesen, Mathematik
  • Über jedes Kind ist vor Beginn des Unterrichts ein besonderer Lernbericht zu erstellen, der die Defizite erläutert – Förderplan
  • Effizienz des Förderunterrichts ist zu überprüfen
  • Über den erteilten Förderunterricht ist Nachweis zu führen (Klassenbuch oder Arbeitsbericht)!
  • Jedes Kind führt eine eigene Fördermappe, die nach Ablauf des Schuljahres bzw. des Förderzeitraumes in der Schule verbleibt
  • Regelmäßige Fortbildung des Kollegiums in den Bereichen Test – Diagnose – Therapie / Förderung

 

 

 

3.2. Förderschwerpunkte

Kompetenzbereich „Schreiben

Richtig schreiben / Schwerpunkte in einzelnen Klassenstufen

1. und 2. Klasse

Phonem-Graphem-Zuordnung

Wortdurchgliederung

  • Buchstaben sichern – erfahrbar machen mit allen Sinnen
  • Anlaut, Inlaut oder Endlaut lokalisieren
  • Silben erlesen und schreiben
  • Mehrsilbige lauttreue Wörter nach Silben gliedern
  • Schreiben nach Ansage von lauttreuem Wortmaterials
  • Trainieren der Merkfähigkeit

3. Klasse

Wortdurchgliederung

  • Wörter mit Konsonantenverbindung abhören und gliedern
  • Schreiben nach Ansage
  • Trainieren der Merkfähigkeit

 

3. und 4. Klasse:

Regelfehler

  • Ableitungen
  • Groß- und Kleinschreibung
  • Einfache Rechtschreibregeln
  • RS-Strategien

 

 

Texte verfassen

3. und 4. Klasse

  • Wortschatzerweiterung
  • Satzbauübungen
  • Gliederung einer Geschichte/Beschreibung

 

Deutsch als Zweitsprache

Nach erfolgter Einstufung wird mit den Schülern

  • Wortschatz trainiert
  • Satzbau geübt
  • zu Alltagssituationen erzählt
  • grammatische Strukturen geübt
  • Sprechsicherheit in Rollenspielen trainiert
  • kleine Geschichten verfasst

 

Förderung der mathematischen Kompetenz – Schwerpunkte in den einzelnen Klassenstufen

 

Klasse 1

Mengenverständnis und Zahlvorstellung

Zahlbegriff

Zahlzerlegungen

 

 

Klasse 2

Zahlraumerweiterung

Rechenwege zum Lösen der Additions- und Subtraktionsaufgaben finden

Grundvorstellungen zur Multiplikation und Division

 

Klasse 3

Lösungswege für Sachaufgaben finden

Schriftl. Rechenverfahren

Umgang mit Größen

Geometrie / räumliche Vorstellung

 

Klasse 4

Orientierung im erweiterten Zahlenraum

Rechenoperationen

Lösungswege für mehrgliedrige Sachaufgaben finden

Geometrische Grundkenntnisse

 

Förderung der Lesekompetenz

 

Klasse 1

In Verbindung mit dem Schreibprozess soll die Lesetechnik gesichert werden.

Dabei orientiert sich die Förderung am Stand im Leselernprozess.

 

Klasse 2

abschließende Sicherung der Lesetechnik

gezielte Übungen zur Sinnentnahme

 

Klasse 3 und 4

Übungen zur Sinnentnahme

Lesekompetenz in Verbindung mit neuen Medien

 

 

 

3.3.     Umsetzung an der GS Röddenberg

 

3.3.1    Sprachstandsüberprüfung und Sprachförderung

Mit Beginn des Schuljahres 2003/2004 wurde in allen Grundschulen des Landes Niedersachsen die Sprachförderung vor der Einschulung eingeführt.

 

Laut Erlass vom 1.3.2006 nehmen die Kinder, deren Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen, im Schuljahr vor der Einschulung an Sprachfördermaßnahmen teil.

 

Die Sprachfeststellung erfolgt im Rahmen der Anmeldung an der zuständigen Grundschule im Mai des Vorjahres.

Sie wird in der Grundschule durch zwei Lehrkräfte durchgeführt.

 

Für jedes zu fördernde Kind wird für ein Schuljahr eine zusätzliche Lehrerstunde zur Verfügung gestellt.

Der Sprachförderunterricht erfolgt nach dem schuleigenen Konzept.

 

 

3.3.2 Dokumentation der Individuellen Lernentwicklung

Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 wurde verpflichtend die Dokumentation der individuellen Lernentwicklung eingeführt.

Bis zu den Herbstferien wird die Lernausgangslage in den 1. Klassen gezielt beobachtet.

Über die Grundschulzeit verteilt werden diagnostische Testverfahren eingesetzt, um dann Fehlerschwerpunkte aufzeigen und aufarbeiten zu können.

 

 

 

Festlegung der Förderkonferenzen und Beratungstermine

Klasse 1:

vierteljährliche Klassenkonferenzen zur Überprüfung der Förder- und Forderpläne, wovon eine gleichzeitig eine Zeugniskonferenz ist.

zwei Elternberatungstermine im November und im April, bei Bedarf werden die Eltern im Januar zu einem Gespräch eingeladen.

 

 

Klasse 2:

vierteljährliche Klassenkonferenzen zur Überprüfung der Förder- und Forderpläne, wovon zwei gleichzeitig Zeugniskonferenzen sind

zwei Elternberatungstermine im November und im April und ein dritter bei Bedarf im Januar

 

 

 

Klasse 3:

vierteljährliche Klassenkonferenzen zur Überprüfung der Förder- und Forderpläne, wovon zwei gleichzeitig Zeugniskonferenzen sind

Zwei Elternberatungstermine im November und im April und ein dritter bei Bedarf im Januar

 

 

Klasse 4:

Klassenkonferenz im November zur Überprüfung der Förder- und Forderpläne mit anschließendem Beratungsgespräch

Zeugnis- und Trendkonferenz im Januar anschließend Beratungsgespräch

Mai/Juni Schullaufbahnkonferenzen / Angebot eines weiteren Beratungsgespräches

 

 

 

3.3.2 Diagnose

Diagnose im Bereich Deutsch

 

Deutsch/Richtig schreiben

1. Halbjahr

2. Halbjahr

Klasse 1

 

Jan.:

Diagnostische

Bilderleiste Frühform

 

 

April:

- Diagnostische Bilderleiste 1

- Lesekontrolle mit

Sinnentnahme

 

Klasse 2

 

Okt./Nov.:

- Diagnostische

Bilderleiste 2

- einheitliche Lesekontrolle

Jan.:

- Lauttreuer Bildertest

nach Reuter-Liehr

-  einheitliche Lesekontrolle

 

März/April:

- WRT 1+

- einheitliche Lesekontrolle:

 

Klasse 3

 

Okt./Nov.:

- WRT 2+

- einheitliche Lesekontrolle

Jan.:

einheitliche Lesekontrolle:

März/April:

 

 

April/Mai:

Auswertung der VERA-Arbeiten

 

Klasse 4

 

Okt./Nov.:

- WRT 3+ (Langform)

- Hamlet 3-4

 

 

April/Mai:

 

 

Diagnose im mathematischen Bereich

 

Mathematik

1. Halbjahr

2. Halbjahr

Klasse 1

 

Jan.:

überprüfbare Lernziele 1

April:

überprüfbare Lernziele 2

 

Juni:

 

Klasse 2

 

bis zu den Herbstferien:

Demat 1+  bei Förderkindern

 

Jan.:

Überprüfbare Lernziele 2

 

April:

überprüfbare Lernziele 3

Juni:

 

Klasse 3

 

bis zu den Herbstferien:

Demat 2+

Jan.:

überprüfbare Lernziele 2

 

April:

 

Mai:

Auswertung der VERA-Arbeiten

 

Klasse 4

 

bis zu den Herbstferien:

Demat 3+

 

 

 

 

 

3.3.3 Förderung für lernschwache Schüler

Förderung in Kleingruppen

Für den Förderunterricht in Deutsch, Mathematik, DAZ und den Sprachfördermaßnahmen vor der Einschulung stehen uns 17 Lehrerstunden zur Verfügung.

 

Umsetzung

Diese Anzahl verringert sich zunächst um die Sprachförderstunden vor der Einschulung. Die verbleibenden Stunden sind für die zusätzliche Förderung lernschwacher Schüler vorgesehen.

Um diese optimal zu nutzen, unterrichten wir in Deutsch und Mathematik klassen- bzw. stufenübergreifend und zunehmend nach Förderschwerpunkten.

In den Klassen 1 und 2 erfolgt der Förderunterricht klassenübergreifend.

Aber bereits ab Klasse 2 und fortführend in den Klassen 3 und 4 werden Gruppen nach Förderschwerpunkten gebildet, die dann in Förderbändern stufen- und klassenübergreifend organisiert werden.

Ein erster Schwerpunkt ist der Bereich der Phonemfehler, der für die Schüler aus den Klassen 2 und 3 eingerichtet ist, um hier möglichst früh eine Lese - Rechtschreibschwäche zu erkennen bzw. ihr vorzubeugen.

Die Förderbänder der Klassen 3 und 4 sind in Gruppen nach folgenden Schwerpunkten eingeteilt:

-         Regelfehler

-         Lesekompetenz

-         Texte verfassen

Grundlage ist in allen Klassenstufen die Analyse der Lernzielkontrollen und die Auswertung der diagnostischen Tests.

 

Förderung im Klassenverband

Die Förderung im Klassenverband erfolgt durch innere Differenzierung.

Möglichkeiten der Umsetzung:

Unterschiedliche Aufgabenstellungen / Schwierigkeit – Umfang - Zeit

eingebunden in

Tagesplanarbeit

Wochenplanarbeit

Freiarbeit

Lernen an Stationen

Der Einsatz dieser Unterrichtsformen fordert den einzelnen Schüler in seiner Selbstständigkeit und Selbstverantwortung. Diese Anforderung wird von den Schülern unterschiedlich erfüllt.  Für die Schüler, die Bearbeitungsprobleme zeigen, eröffnen sich für den Lehrer Freiräume der Binnendifferenzierung.

Darüber hinaus bieten  verschiedene Lernprogramme am Computer Übungsmöglichkeiten auf verschiedenen Leistungsniveaus an.

 

Förderung der Lesekompetenz

„Ja das grenzenloseste Abenteuer der Kindheit, das war das Leseabenteuer

Für mich begann es, als ich zum ersten Mal ein Buch bekam und mich da hinein schnupperte. In

diesem Augenblick erwachte mein Lesehunger und ein besseres Geschenk hat mir das Leben nicht beschert. “Was eigentlich wünscht ihr euch für euer Kind....

Vielleicht zunächst so etwas Banales  wie, dass es in der Schule gut vorankommt? Ja aber dann müsst ihr ihm den Weg zum Buch weisen, und zwar nicht nur zum Lehrbuch, sondern auch zu solchen Büchern, die seine Lesegier einzig und allein dadurch wecken, dass sie spannend sind.

Ist es nicht wunderbar, dass es etwas tut, was ihm Spaß macht, sich um vieles besser auszudrücken und schreiben lernt und so viel mehr über die Welt erfährt, selbst über so was, das man in der Schule können muss.“ (A. Lindgren aus: Das entschwundene Land)

 

Wir wollen eine Schule sein, die ein Umfeld schafft, in der das Lesen in seiner ganzen Breite zum Ausdruck kommen kann. Unsere Aufgabe soll es sein, die Kinder an Bücher heranzuführen. Die Schüler sollen zum genießenden, informierenden, selektiven und kritischen Lesen geführt werden. „Die Schüler sollen erfahren, dass Lesen eine Auseinandersetzung mit der Welt ermöglicht und Vergnügen bereiten kann.“ (Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Primarbereich, Beschluss vom 15.10.04)

Denn:

- Leser sind bessere Lerner. Wer gut lesen kann, kommt in der Schule und im Alltag besser zu   recht. Lesen ist die Kulturtechnik und soll deshalb auch in unserer Schule Tag für Tag allgegenwärtig sein.

- Lesen lernt man nur durch lesen.

- Lesen verschafft Genuss und stärkt die Wahrnehmung der eigenen Situation und der eigenen Interessen. (aus B. Busemann: Lesen bringt`s)

- Lesen vermittelt eine gute Allgemeinbildung.

 

Untersuchungen haben gezeigt, dass es ein „Lesefenster“ gibt, in dem sich ein Kind für das Lesen öffnet. Dieses Fenster reicht nur ungefähr bis zum 11./12. Lebensjahr. Dadurch sehen wir gerade an der Grundschule eine selbstverständliche Verpflichtung, diese Zeit optimal zu nutzen.

 

Die Förderung der individuellen Lesekompetenz ist deshalb an unserer Schule ein selbstverständlicher und wichtiger Aufgabenbereich.

 

 

Unsere Wege

Die Schule besitzt eine eigene Bücherei. Dadurch verfügt sie über ein reichhaltiges Angebot an unterschiedlichen Lesestoffen.

Zweimal die Woche in der großen Pause können die Schüler Bücher für zu Hause ausleihen. Es reicht aber auch für kleine Klassenbüchereien, so dass ein Leseangebot immer verfügbar ist.

Wir hoffen, dadurch die Lesefreude anzuregen und die Lesekompetenz unserer Schüler zu stärken.

 

Mit Hilfe des Fördervereins konnten Klassensätze an Lektüren angeschafft werden. So hat jede Klassenstufe die Möglichkeit, einmal pro Halbjahr eine Ganzschrift gemeinsam zu lesen.

 

 

 

 

Lesen und neue Medien

Einen weiteren Zugang zum Lesen bietet die Grundschule Röddenberg ihren Schülern in Verbindung mit den neuen Medien an:

Antolin für die Klassen 3 und 4

 

Wir hoffen auf diese Weise, auch für Lesemuffel Lesen interessant zu machen.

Als Medienprofilschule benutzen wir „Antolin“ – eine interaktive

Leseförderung für Grundschüler. In „Antolin-Stunden“ verbringen die Schülerinnen und Schüler die Zeit selbsttätig mit Lesen, der Beantwortung von Fragen zu den gelesenen Büchern am Computer und dem Beschaffen eines neuen Buches aus der

Schülerbücherei. Der Lehrer steuert das Geschehen, wenn auch nur indirekt.

Er hilft hauptsächlich schwächeren Kindern, bei Problemen am Computer und kann die Leseentwicklung der einzelnen Schüler beobachten sowie Anerkennung für

Leseleistungen aussprechen.

 

 

Lesen und Kita

Zwischen dem Kindergarten Kreuzkirche und den 3. Klassen der Grundschule Röddenberg besteht eine Lesepatenschaft.

Ziel ist es, bei den Vorschulkindern das Leseinteresse zu wecken und bei den Schulkindern die Freude am Vorlesen zu erhalten und ihr Leseverständnis zu steigern.

Einmal im Monat treffen sich mehrere kleine Gruppen aus Schul- und Vorschulkindern zu einer Vorleserunde. Nach dem Vorlesen wird zu den Geschichten erzählt und gemalt.

 

Deutsch als Zweitsprache

Dieser Bereich ist an der Grundschule Röddenberg bedingt durch eine große Zahl von Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache von großer Bedeutung.

Für Kinder, die ohne dt. Sprachkenntnisse in eine Regelklasse eingeschult werden und noch einen erheblichen Förderbedarf in Deutsch haben, kann ein eigener Förderkurs „Deutsch als Zweitsprache“ eingerichtet werden, wenn es sich dabei um mindestens 4 Schüler handelt (vgl. Erlass zur Integration und Förderung von Schülern und Schülerinnen ausländischer Herkunft, Abs. 3.3). Bei weniger als 4 Schülern werden wir Crashkurse einrichten und dabei stundenweise auf die Unterstützung durch geeignete päd. Mitarbeiter zur Betreuung der Klasse, deren Lehrkraft im Crashkurs arbeitet, zurückgreifen.

Die Förderung erfolgt aber im Regelfall durch Binnendifferenzierung und in Kleingruppen.

Im Rahmen des Regelunterrichts wird von jedem Lehrer verstärkt darauf geachtet, Sprachförderung als Unterrichtsprinzip zu integrieren. DaZ als Unterrichtsprinzip bedeutet, dass die sprachlichen Probleme der Kinder bei jeder Unterrichtsplanung bedacht und bei der Durchführung berücksichtigt werden. Dafür lassen sich folgende Prinzipien festhalten:

  • Ein Nichtverstehen kann immer auch durch eine nicht angemessene z.B. wenig anschauliche, komplexe Lehrersprache bedingt sein. Deshalb sollten Lehrkräfte ihre Sprache reflektieren.
  • Die sprachlichen Angebote sollten sich an den Möglichkeiten der Kinder orientieren und ihnen so prinzipiell ein Verstehen ermöglichen.
  • Sprachliche Strukturen, die für unterschiedliche Sprachhandlungen (z.B. begründen, beschreiben….) benötigt werden, müssen in allen Fächern explizit vermittelt und sollten durch vielfältige Übungen gefestigt werden.

Die Förderung in Kleingruppen findet parallel klassen- und stufenübergreifend zum Religionsunterricht statt. In den ersten Stunden wird geschaut, wie sicher ist der Schüler, der eine andere Herkunftssprache hat, in der deutschen Sprache bzw. wo sind die Defizite. Ist eine Einstufung erfolgt, wird ein individuell ausgerichteter Förderplan erstellt.

Quartalsweise erfolgt eine Überprüfung des Fördererfolgs.

Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass es in der Verantwortung jeder Lehrkraft liegt, bei zweisprachigen Kindern die Erstsprache und ihre Herkunftsidentität wertzuschätzen. Wünschenswert ist auch eine kompetente Beratung nichtdeutscher

Eltern im Hinblick auf zweisprachige Erziehung und Förderung der deutschen Sprachkenntnisse zu Hause.

 

 

3.3.4 Förderung für Kinder mit Entwicklungsvorsprüngen bzw. mit besonderen Begabungen

Orientiert man sich an der individuellen Lernentwicklung des einzelnen Schülers, ist es unumgänglich den Schülern Aufgaben mit unterschiedlichem Anforderungsniveau anzubieten.

Dies erfolgt im Rahmen des Klassenunterrichts in Form von Innerer Differenzierung. Die Kinder erhalten Aufgaben, die sie in ihrem Leistungsvermögen nicht bremsen sondern sie herausfordern.

Dies kann

  • im Wochenplan
  • beim Stationen lernen
  • bei den Hausaufgaben
  • in der Stillarbeitsphase einer Fachstunde
  • durch die Teilnahme am Unterricht einer höheren Klassenstufe in einem einzelnen Fach
  • usw.

angeboten werden.

Außerdem bieten wir zielgruppenadäquate Pull- out- Programme im Sinne einer äußeren Differenzierung an. Im laufenden Schuljahr sind dies die Arbeitsgemeinschaften Mathe ++ und eine Forscher-AG. Zum Angebot gehört auch eine AG „Geschichte erleben und untersuchen“ in Kooperation mit der GS Lasfelde.

Eine weitere Herausforderung ist die Teilnahme an Wettbewerben wie z.B. die Teilnahme an einem Vorlesewettbewerb, an der Mathematik-Olympiade oder dem Känguruwettbewerb….

 

 

 

4.      Unterstützung der schulischen Förderung

 

Der Zusammenarbeit mit den Eltern kommt bei der Förderung der Kinder eine besondere Bedeutung zu. In regelmäßigen Elterngesprächen werden Zielsetzungen der schulischen Förderung mit den Eltern besprochen und ebenso sinnvolle Maßnahmen beim unterstützenden Üben zu Hause. Zusätzliche Fördermaßnahmen wie zum Beispiel örtliche Sportangebote nutzen, Musikunterricht, Angebote der Kunst- und Kreativschule werden ebenfalls bei den Beratungsgesprächen mit einbezogen.

 

Ebenso werden in Absprache und nach Bedarf mit den behandelnden Ärzten zusätzliche außerschulische Fördermaßnahmen wie Ergotherapie, Legasthenietherapie, Wahrnehmungstraining, logopädische Behandlung und dergleichen beratschlagt und Hilfestellungen beim Beantragen entsprechender Maßnahmen gegeben.

 

 

5.        Weitere Förderbereiche

5.1    Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz

 

Im schulischen Zusammenleben sollen die Schüler/innen lernen, selbstständig und partnerschaftlich zusammen zu arbeiten und dabei Verantwortung für den gemeinsamen Lernprozess für sich selbst und auch für andere zu übernehmen.

 

 

 

5.2    Förderung der Motorik

 

Der weitläufige Schulhof der Grundschule Röddenberg bietet den Schüler/innen vielfältige Bewegungsanreize mit Kletterangeboten. Die Klassen 1 und 2 erhalten im Rahmen der Betreuung ihre 3. Sportstunde. Außerdem gibt es wöchentlich eine weitere Betreuungsstunde mit Bewegungsangeboten oder eine Spielstunde auf dem Schulhof.

 

Die 3. Klassen erhalten ein Schulhalbjahr eine Doppelstunde Schwimmunterricht und die Klassen 3 und 4 können im Rahmen der AG immer auch Sportangebote wählen.

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